Verbandsliga: 2. Spieltag – 20.09.2008 – Damen I
TB Höntrop – SG FdG Herne 0-3 (22:25, 16:25, 22:25)
Déjà-vu-Erlebnis für Höntrop
Gegen einen altbekannten Gegner ging es für die Zwingmann-Truppe am 2. Spieltag. Bereits in der vergangenen Saison war TB Höntrop der ärgste Verfolger, hatte aber immer das Nachsehen, auch im Pokal. Dennoch schafften sie über die Relegation den Sprung in die Verbandsliga und das Team aus Wattenscheid hatte sich diesmal was vorgenommen.
Hochkonzentriert ging Höntrop in den ersten Satz, erspielte sich binnen kürzester Zeit einen 5-Punkte Vorsprung, während Herne geradewegs verschlafen wirkte. Offenbar hatten sie den TBH unterschätzt. Dankenswerter Weise brauchten die Mädels aber nicht allzu viel Zeit für die Feststellung, dass Höntrop mental und leistungsmäßig zugelegt hatte und die Aufholjagd begann. Nach dem Einstand bei 16 Punkten folgte ein offener Schlagabtausch, bei dem die FdG-Girls immer die Nasenspitze vorne hatten, während Höntrop regelmäßig den Ausgleich erzwang. Beim Stande von 21:20 für Herne reagierte Trainerin Zwingmann mit der ersten taktischen Auswechslung seit langem. Gianna Castiglione, die staubedingt etwas verspätet eintraf, wurde zur Verstärkung der Abwehr eingewechselt und der Sack wurde zugemacht.
In dieser Situation hätte vermutlich jeder Trainer mit der Formation weitergespielt, die den ersten Satz nach Hause gebracht hatte, nicht aber Ulrike Zwingmann. Die ließ nämlich erneut Gianna Castiglione auf der Bank und gab der Starting-Six eine zweite Chance, die diese nicht nur nutzte, sondern mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg im zweiten Durchgang honorierte. Beim Stande von 21:13 kam Gianna zwar wieder rein, aber nicht aus taktischen Gründen, sondern um den Ernstfall zu proben und ernst wird es immer, wenn die etatmäßige Zuspielerin ausfällt. Also durfte diesmal Julia Röchner bis zum Beginn des dritten Satzes etwas verschnaufen.
Wenn Trainerin Zwingmann schon mal anfängt zu experimentieren, dann auch richtig und so ließ sie im dritten Durchgang mit Alex Friedrich die wohl stärkste Außenangreiferin zunächst auf der Bank. Das wiederum brachte Höntrop zurück ins Spiel. Folglich hatte der TBH die Nase vorn, jedenfalls bis zum Ausgleich bei 15 Zählern. Dann konnte sich Herne absetzen. Doch Ulrike Zwingmann experimentierte weiter, brachte beim Stande von 23:19 Alex Friedrich für Jenny Heisel über Mitte und die Zuschauer damit an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Doch auch dieser Test gelang. 3:0 hieß es kurze Zeit später und Höntrop hatte sein -wohl auch erwartetes- Déjà-vu-Erlebnis und -Ergebnis.
Fazit: Seit längerer Zeit mal wieder ein zumindest phasenweise spannendes Spiel verbunden mit der erfreulichen Erkenntnis, dass die Mannschaft in jeder nur denkbaren Aufstellung kaum zu bezwingen ist. Ach ja – nicht zu vergessen: Der 51. Sieg in Folge war es außerdem.
Es spielten: Gianna Castiglione, Alexandra Friedrich, Jenny Heisel, Jana Kruska, Nadja Peters, Joelle Pospiech, Julia Röchner, Lisa Simanzik, Isabelle Zwingmann



|